Frühjahrsputz

Frühjahrsputz!

Seit gestern ist er also offiziell da, der Frühling. Und damit es auch ja nicht zu irgendwelchen Verwechslungen mit seinen Geschwistern Sommer, Herbst und Winter kommt, zeigt er sich heute ganz deutlich, in all seiner Pracht: von den zwitschernden Vöglein über die leichte angenehme Brise bis hin zum milden, wohltuenden Sonnenschein. 🙂

Ein guter Zeitpunkt also, um sich von altem Ballast zu befreien und Neuem Platz zu machen! Gedacht, getan – gefühlte 10 kg Bücher wanderten heute Vormittag aus meinem Bücherregal ins „Booksharing“-Regal auf dem Margaretenplatz und warten nun dort darauf, von neugierigen Gemütern entnommen und gelesen zu werden. 🙂 Gleich als ich mich entfernte, tummelten sich schon 4-5 Leute vor dem Regal – wohl angelockt von der plötzlichen Fülle des vorher doch schon recht leergeräumten Bücherkastens. Was für ein wunderbares Gefühl, sich von Dingen zu trennen, die einem nicht länger dienlich sind, anderen jedoch noch Freude bereiten! Als ich so im zarten Sonnenschein nach Hause spazierte, konnte ich mir einen breiten Hutschepferdgrinser nicht verkneifen. 🙂 

Ab morgen werde ich mich dann dem „Kleinkrams“ in meiner Wohnung widmen – den Kinkerlitzen, dem Firlefanz… was sich halt so ansammelt im Laufe eines Jahres [und das ist verdammt viel – wo kommen nur all diese Sachen her?]. Als nächstes geht’s dem Gewand an den Kragen, dann den Kosmetika im Badezimmer. Auch der Computer wird mal wieder entrümpelt und der Körper ebenfalls – viiiel Rohkost, viiiiel Wasser, viiiiiel frische Luft! 😉 EIN FEST!

Wann immer ich Dinge hergebe und verschenke, fühle ich mich danach um soooo vieles befreiter, beschwingter! Energie, die vorher gebunden war, ist nun wieder verfügbar für anderen [Un-]Sinn!

Da ich sowieso der Ansicht bin, dass Geben und Nehmen immer im Fluss sind [oder zumindest sein sollten], betrachte ich den Großteil der Dinge, die ich benutze, als „auf unbestimmte Zeit geborgt„. Dinge kommen, Dinge gehen. Worauf ich allerdings bewusst achte, ist, die Dinge nicht einfach wegzuwerfen, wenn ich sie nicht mehr benötige. Nach Möglichkeit verschenke ich die Sachen an Menschen, die sie gerade brauchen können [privat oder über share-Gruppen] oder ich spende sie [z.B. ans Caritaslager, grade bei Möbeln, Geschirr, Gewand, funktionierenden Elektrogeräten ist das eine gute und auch praktische Anlaufstelle!]. So kann das von mir nicht mehr gebrauchte/gewollte Ding andere Menschen noch erfreuen! 🙂 Eine win-win Situation also!

Der durchschnittliche Otto-Normal-Konsument eines Staates wie Österreich besitzt übrigens angeblich 10.000 dinge! Wenn ich mich so in meiner Wohnung umschaue, könnte das durchaus hinkommen [schließlich ist jeder Teller, jede Gabel, jedes Buch, jedes Kleidungsstück ein separates „Ding“]. Ist das nicht irgendwie vollkommen verrückt?! Wer braucht bitte 10.000 [!!!!] Dinge…. schon halb so viel, also „nur“ 5000 Dinge, wären irgendwie heftig!

Reduktion aufs Wesentliche. Das will ich! Lieber weniger Dinge, und diese dafür länger nutzen. 🙂

Und wer weiß – vielleicht wird mein insgeheimer Traum, eines Tages all meine Habseligkeiten in einem Wander-Rucksack unterzubringen, ja doch noch wahr. 😉

One comment

  1. Vielleicht kommt die längerfristige Wertschätzung der Dinge, die man besitzt und gebraucht, das sollte sich die Waage halten… 😉 , wieder in Mode! Ein gutes Indiz dafür sind die Reparatur – Cafés, die es mittlerweile auch in Wien gibt, wo man selber seine Lieblingsstücke unter fachkundiger Anleitung wieder gebrauchsfähig machen kann!

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