Faszination Roboter

RoboterEin Geständnis gleich vorweg: bis vor ein paar Jahren war Star Trek vollkommen unbekanntes Terrain für mich. Doch dann meinten einige sehr überzeugende Gemüter um mich herum, es handle sich hierbei um eine „arge Bildungslücke“, welche dringendst geschlossen werden müsse – zu Recht, wie ich nun im Nachhinein bestätigen kann! 😉

Einer meiner absoluten Lieblingscharaktere ist und war Data, der Android. Ich fand es ungemein faszinierend und auch amüsant zu sehen, wie Data sich Staffel um Staffel bemüht, dem Menschen ähnlicher zu werden – was ihm ja tatsächlich auch gelingt! Ich ertappte mich immer öfter bei dem Gedanken, dass es doch toll wäre, würden solche Androiden wirklich existieren und ein Teil unserer Gesellschaft sein.

Roboter2Doch nun, da die Roboter-Forschung in den letzten Jahren immens vorangeschritten ist, und es tatsächlich bereits Roboter gibt, welche [zumindest äußerlich] unglaublich menschlich wirken, merke ich doch, dass sich eine gewisse Skepsis in mir breit macht.

Keine Frage: Roboter sind in vielerlei Hinsicht spannend! Nicht nur zeigen sie, wie weit unser technologisches Verständnis bereits fortgeschritten ist, sie deuten auch auf sehr viel zukünftiges Potential hin. Es rückt in vermeintlich greifbare Nähe, Roboter zu bauen, welche nicht nur menschlich aussehen, sondern auch überzeugend menschlich handeln und sprechen können – und zwar auf einem so hohen Niveau, dass man schon sehr genau hinschauen muss, um sie von einem Mensch aus Fleisch und Blut zu unterscheiden.

Gleichzeitig stellt sich doch die Frage, wofür wir überhaupt solche [nebenbei bemerkt: unfasslich teuren] Roboter entwickeln – immer wieder kommt man mit der Idee in Berührung, dass Roboter als Arbeitskräfte eingesetzt werden bzw. gewisse Arbeitsschritte übernehmen könnten [wie das ja schon teilweise der Fall ist, beispielsweise bei einigen medizinischen Operationen!]. Weiters liest und hört man immer wieder von der Sehnsucht, solch einen Roboter als Gefährten zu haben – quasi als Freund, dem es niemals überdrüssig wird, mit uns Zeit zu verbringen und uns zuzuhören.

Mir scheint, es geht vielleicht um etwas noch viel Grundlegenderes: der Mensch strebt danach, über sich selbst hinauszuwachsen, sich selbst zu transzendieren. In Form einer künstlichen Intelligenz, welche noch besser [effizienter, makelloser, intelligenter, etc.] ist als wir, jedoch von uns kontrolliert und erschaffen wird, wird dieses Streben in hohem Maß befriedigt. Weiters müssen wir uns mit einer wichtigen Sache intensiv beschäftigen, wollen wir die derzeitigen Probleme in der Roboter-Forschung [wie etwa Mikro-Mimik-Bewegungen, soziales Verhalten, etc.] überwinden: wir müssen uns selbst bis ins Detail erforschen und ergründen. Wir erhalten damit die Chance, das „Rätsel Mensch“ durch die Erschaffung von immer menschenähnlicheren Robotern ein bisschen weiter lüften zu können.

Man darf gespannt sein, was sich in den nächsten Jahren noch so alles tut in diesem Bereich. Und wer weiß, vielleicht ist es eines Tages sogar so weit, dass sich der nette Tischnachbar im Café, mit dem wir uns gerade stundenlang angeregt unterhalten haben, als Android „outet“…

One comment

  1. Ich hoffe, bei aller Faszination, dass die Roboter – Technologie erst dann ausgereift sein wird, wenn die Menschheit ausschliesslich an einer friedlichen Nutzung interessiert ist! Das ist derzeit sicher noch nicht der Fall…..
    Auch Gott schuf angeblich den Menschen nach seinem Abbild, oder ist diese Geschichte eine sehr alte Zukunftsvision, die davor warnen sollte, dass dieses Experiment schief laufen wird??

    Gefällt 1 Person

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