[sinn]terview #3: Harald

Hier nun das dritte [sinn]terview!
Was genau das ist, erfahrt ihr hier!

Zur Person: Harald, 36 Jahre, Kultur- und Sozialanthropologe & Trainer

  1. Womit beschäftigst du dich aktuell, was interessiert dich gerade?
    „Zurzeit finde ich gerade den ganzen Themenbereich rund um NLP, Kommunikation und Coaching wieder einmal besonders spannend! Allerdings beschränke ich mich selten nur auf eine Sache, dafür ist mein generelles Interesse an Wissen und Inspiration einfach zu groß 🙂 Mal sehen, also neben „Die Magie der Sprache“ von Robert Dilts lese ich momentan noch aktiv Bücher von Osho, Stephen Hawking, William Blake, Vera Birkenbihl und Jan Fries. Privat beschäftigt mich zunehmend die Frage, welche berufliche Laufbahn ich zukünftig einschlagen will, wenn meine aktuelle Ausbildung demnächst zu Ende geht – und wie ich dabei meine vielfältigen Interessen mit einer sinnvollen Tätigkeit in Einklang bringen kann.“
  2. Was ist dir in deinem Leben besonders wichtig?
    „Die abstrakte Antwort darauf wäre wohl etwas wie: Persönliches Wachstum und Entwicklung, Einsichten gewinnen, Erfahrungen machen, Wahrheiten finden, Erkenntnisse teilen und das Generieren von vielen autobiographischen Episoden, im Sinne von „echten Erinnerungen“ als wertvolle Ressourcen.
    Eine etwas konkretere Antwort würde auf jeden Fall beinhalten: Harmonie und Frieden, im Einklang mit der Natur leben, aufrichtige Liebe, Bücher lesen und Bücher schreiben, Mystik und Magie, Lachen (ganz viel davon), kreatives veganes Kochen, qualitative Zeit und Gespräche mit Freunden, meine treue Hündin Nala, stetes Lernen, sowie eine integrale Lebenspraxis, in der Meditation, Bewegung und philosophische Gedanken ihren natürlichen Platz finden… und so viel davon, so lange als möglich mit meiner lieben Gefährtin, meiner Frau Kathi teilen können!“
  3. Wenn du dir die Erde in 100 Jahren vorstellst – was, glaubst du, wird sich im Vergleich zu heute ändern?
    „Hoffnung, Glaube und Wünsche gehen oft Hand in Hand… und wenn ich an die Welt in 100 Jahren denke, dann hoffe ich auf eine Zukunft, in der eine etwas mehr erwachte und bewusste Menschheit (im Sinne von reduzierter Alltags-Trance, bei gleichzeitiger Erhöhung der Handlungsoptionen) gelernt hat, mit globalen Themen wie Ressourcenknappheit, Klimawandel und dem sinnlosen Leid von Mensch und Tier besser umzugehen, als das heute der Fall ist – das wünsche ich mir für die Welt… und daran glaube ich auch!
  4. Angenommen, heute Abend beim einschlafen kannst du dir etwas wünschen, das über Nacht in Erfüllung geht – was wäre es?
    „Abgesehen von dem altruistischen Wunsch, den ich gerade bei der vorigen Frage als Antwort gegeben habe, wäre es mir zum gegenwärtigen Zeitpunkt meiner Existenz ein persönliches Anliegen, Klarheit in Bezug auf meine Vision zur beruflichen Neuorientierung zu bekommen.“
  5. Wenn du dich selbst am Tag deiner Geburt besuchen könntest – welchen Rat würdest du dir mit auf den Weg geben?
    „Achte die Synchronizität als Wegweiser des Lebens! Wisse, dass kurzfristig alles in Phasen und langfristig alles in Zyklen abläuft! Erweitere deine sinnliche und übersinnliche Wahrnehmungsgenauigkeit! Gehe lernend, liebend und lachend durch dein Leben! Sei empathisch, liebevoll und rücksichtsvoll zu deinen Mitwesen!“
  6. Stell dir vor, du blickst mit 120 Jahren auf dein Leben zurück – was würde dir das Gefühl geben, dass dein Leben sinnerfüllt war?
    „Wenn ich auf viele autobiographische Episoden (also persönliche, tatsächlich erlebte Erinnerungen) zurückblicken kann, die erfüllt sind mit Humor, mit Weisheit, mit Irrsinn, mit Freude, mit Erkenntnis und mit vielen lieben Menschen. Wenn ich Wissen generiert und verbreitet, Wahrheit erfahren und geteilt habe. Wenn ich geniale Kinder in die Welt gesetzt habe, denen ich ein guter Vater war und welche die Erde durch ihr Dasein bereichern. Wenn ich dieses erfüllte Leben mit meiner Frau geteilt habe. Wenn ich Bücher geschrieben, Vorträge gehalten und Interviews gegeben habe, die auch nur einen einzigen Menschen berührt und ein Stückchen weit zum Guten hin verändert haben – denn änderst du einen Menschen, dann änderst du die ganze Welt.“
  7. Was fällt dir sonst noch zum „Sinn des Lebens“ ein, was ist für dich noch ungesagt?
    „Die Philosophen aller Zeiten haben unterschiedliche Ansätze und Ideen zum allgemeinen Sinn des Lebens gemacht – meiner Meinung nach sollte dieser jedoch losgelöst vom persönlichen Sinn im Leben des einzelnen Individuums betrachtet werden. Für den einen mag es durchaus sinnvoll sein, sein Leben in Kontemplation zu verbringen, während ein anderer nach Karriere und Macht strebt. Ich glaube, dass sinnerfülltes Handeln stark von der jeweiligen Wertehierarchie und den prinzipiellen Glaubenssätzen eines Menschen abhängt. Da sich diese Variablen durchaus ändern können, unterliegt auch der individuelle Sinn einem gewissen Wandel, was man als Ausdruck des freien Willens verstehen kann, ohne den wir uns die Frage nach dem Sinn des Lebens vermutlich nicht einmal stellen würden.“

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