Riskante Inhaltsstoffe in Kosmetik

Riskante Inhaltsstoffe in Kosmetik & gesunde Alternativen

Unzählige unserer Kosmetikartikel haben es richtig in sich: Mikroplastik, Aluminium, Formaldehyd, Polyethylenglycol, SLS (Sodium Lauryl Sulfat), Erdöl, Hormone (!) und vieles mehr verstecken sich in Deos, Duschgels, Shampoos, Make-Up Produkten, Cremes, etc.

Abgesehen davon, dass viele Produkte auf diese Weise stark umweltschädigend sind, werden immer mehr Stimmen laut, welche auf das Gesundheitsrisiko solcher Produkte hinweisen – zu Recht, denn viele der Inhaltsstoffe werden mit einer ganzen Reihe an Erkrankungen und Symptomen in Verbindung gebracht: Haarausfall, schuppige Haut, Allergien, Unfruchtbarkeit und Erhöhung des Krebsrisikos sind nur einige davon.

Schauen wir uns ein paar der riskanten Inhaltsstoffe genauer an:

Mikroplastik

Riskante Inhaltsstoffe in KosmetikUnter „Mikroplastik“ (engl. Microbead) versteht man Kunststoffteilchen, welche nur einen Mikro-Meter oder Nano-Meter groß sind und somit ungehindert sogar durch Kläranlagen dringen können. Plastik ist äußerst langlebig und verrottet oft jahrhundertelang nicht, was zu einer starken Belastung für unsere Gewässer und darin lebende Tierarten führt. Diese kleinsten Partikel gelangen auch in den menschlichen Körper – einerseits über den Verzehr von Tieren und andererseits über Kosmetik. Nach Angaben des deutschen Umweltbundesamts werden Kosmetikprodukten pro Jahr allein in Deutschland 500 Tonnen Mikroplastik zugesetzt!

Da es kostengünstig ist und sich vielseitig einsetzen lässt, kommt Mikroplastik in vielen Produkten vor: besonders häufig findet es sich als Schleifmittel in Peelings, Zahncremen und Duschgels. Mikroplastik & andere Kunststoffe erkennst Du an folgenden Kürzeln: ANM, EVA, PA, PE, PP, PET, PI, PUR

Aluminium

 

Riskante Inhaltsstoffe in KosmetikAufgrund seiner schweißhemmenden (Poren werden verstopft) und antibakteriellen Wirkung wird Aluminium vor allem in Deos eingesetzt, wodurch jedoch leider auch Hautirritationen und Austrocknung verursacht werden. Ein weiterer Zusammenhang wurde zwischen Aluminiumsalzen und einer schweren Form von Demenz, der Dialyse-Enzephalopathie, hergestellt. Dass Aluminium das Brustkrebsrisiko erhöht, wurde in den vergangenen Jahren immer wieder heftig diskutiert – ein eindeutiges Ergebnis hierzu gibt es noch nicht.

Formaldehyd

Formaldehyd findet in Kombination mit Wasser Verwendung als Desinfektionsmittel, als Fixierungsmittel oder auch als Konservierungsmittel. Auch in Nagellacken und Nagelpflegeprodukten kommt das farblose, giftige Gas vor, weiters in Mascara und Shampoo. Schon in geringen Mengen wirkt es auf die Schleimhäute reizend und kann allergische Reaktionen hervorrufen. Die Europäische Chemikalienagentur hat den Stoff per 1. April 2015 als „wahrscheinlich karzinogen für den Menschen“ eingestuft, die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) der Weltgesundheitsorganisation (WHO) stufte Formaldehyd bereits 2004 als krebserregend ein. Auch Kopfschmerzen und chronische Müdigkeit werden mit Formaldehyd assoziiert. In Japan und Schweden ist Formaldehyd bereits verboten.

Formaldehyd und Formaldehydabspalter verstecken sich unter anderem hinter folgenden Bezeichnungen: Quanternium-15, Diazolidinyl-Urea, Imidazolidinyl-Urea, DMDM Hydantoin, Sodium Hydroxymethyl Glycinate, 2-Bromo-2-Nitropropane-1,3-Diol.

Parabene

Riskante Inhaltsstoffe in Kosmetik
Parabene (vor allem Methyl-Paraben) sind in Kosmetika oft als Konservierungsmittel zu finden und wirken allergisierend. Sie stehen außerdem im Ruf, hormonell wirksam zu sein. 2013 veröffentlichte der BUND eine Studie, derzufolge rund 1/3 der in Deutschland verkauften Kosmetik hormonell wirksame Substanzen enthält – die Risiken hierbei sind Brustkrebs, verminderte Spermienqualität, Hodenkrebs, sowie verfrühte Pubertät und missgebildete Geschlechtsteile.

 

Alternativen

Das erste, was ich Dir von Herzen empfehle, ist Ausmisten! 🙂 Und zwar geht das am besten mit der kostenlosen CodeCheck-App, welche Dir schnell und unkompliziert zeigt, welche Produkte in Deinem Badezimmer bedenkliche Inhaltsstoffe enthalten. Auch wenn ich absolut gegen das Verschwenden und Wegwerfen von Produkten bin, in diesem Fall sage ich: Ab in den Müll! Du tust Dir nichts Gutes damit, die Produkte noch „aufzubrauchen“.

Die Natur bietet so viele gute Inhaltsstoffe, aus denen sich gesunde und wohlriechende Seifen, Cremen, Peelings, etc. machen lassen!

Folgende einfache Schritte kannst Du setzen:

  1. Riskante Inhaltsstoffe in KosmetikReduziere die Anzahl unterschiedlicher Produkte: Brauchst Du z.B. wirklich jeweils eine eigene Feuchtigkeitscreme für Gesicht, Augen, Mund, Dekolletée, Beine, Hände, Füße, Intimbereich?
  2. Selber machen! 🙂 Das macht nicht nur Spaß, sondern gibt Dir auch die Kontrolle darüber, was in Deiner Kosmetik drin ist! Super einfach gehen zum Beispiel Zahnpasta & Deo zum Selbermachen – in den Videos unten siehst Du, wie es geht! Oder mach doch mal Shampoo selber, Lisa vom Experiment Selbstversorgung zeigt Dir, wie es geht!
  3. Gezielter Kauf von hochwertigen & naturbelassenen Produkten: Alles, was Du nicht selbst herstellen magst/kannst, aber nicht missen möchtest, kauf nach – in einer biologischen und naturbelassenen Variante. Ich persönlich kaufe sehr gerne bei EccoVerde (Vorsicht: nicht ALLE Produkte sind laut CodeCheck-App unbedenklich, aber Du findest hier sehr viele tolle Produkte!), Ringana & BeeChange ein. Auch wenn das manchmal etwas mehr kostet: Durch Punkt 1 gleichst Du das etwas aus, und weniger ist mehr. 😉

 

Zahnpasta selber machen

Geht ganz easy, zB. mit diesem Video von Lisa / Rohtopia:

Deo selber machen

In diesem Video zeigt Dir Olga von Zero Waste Lifestyle, wie es geht:

Über dieses Thema gibt es noch sooo viel zu sagen und zu forschen, doch ich hoffe, Dir mit diesem Blogartikel einen ersten, kleinen Einstieg in die Thematik gegeben zu haben – weiterführende Infos findest Du in der Linkliste unten. 🙂 Wenn Du noch Tipps für DIY-Kosmetikprodukte, interessante Websites oder Bücher zu dem Thema hast, dann schreib mir doch in die Kommentare, ich freue mich sehr über neuen Input und den Austausch mit Dir. 🙂

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2 comments

  1. Mein Kosmetik – Tipp, vor allem für die reifere Haut: “ ageless “ von subcutane, erhältlich bei DM – Drogeriemarkt, ein österreichisches Produkt, hergestellt in Salzburg!

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