Entscheiden leicht gemacht

7 Tipps: Entscheiden leicht gemacht

Du stehst vor einem Regal voller Produkte und kannst Dich einfach nicht entscheiden, welches das richtige ist? Du plagst Dich mit „Soll ich oder soll ich nicht“-Fragen nächtelang herum? Und wenn Du Dich dann doch einmal entschieden hast, fragst Du Dich noch eine Zeit lang, ob es auch wirklich die richtige Entscheidung war? Wenn Du eine dieser Fragen mit Ja beantworten kannst, bist Du hier genau richtig. 🙂

Folgende Tipps & Tricks helfen Dir, Entscheidungen leichter und schneller zu treffen:

  1. Pro- & Contra-Liste: Klingt unspektakulär, hilft aber enorm! Einfach auf einem Blatt Papier in der Mitte einen Strich machen und auf die eine Seite alle Pro-Argumente und auf die andere alle Contra-Argumente schreiben. Das bringt Dir Klarheit ins Entscheidungs-Chaos. In einem weiteren Schritt kannst Du mit einer anderen Stiftfarbe jene Punkte markieren, die besonders wichtig für Dich sind bzw. die besonders ausschlaggebend in Deiner Überlegung sind.
  2. Entscheiden 4Münze werfen: Eignet sich besonders, wenn Du Dich zwischen 2 Optionen entscheiden musst oder vor einer Ja-/Nein-Entscheidung stehst. Du ordnest jede Münzenseite (Kopf/Zahl) einer Option zu und wirfst. Die Seite, die oben ist, gewinnt. Nun funktioniert das Münzewerfen auf zweierlei Weise: Entweder Du lässt wirklich den Zu-Fall für Dich entscheiden ODER Du erkennst nach dem Werfen anhand Deiner Reaktion, dass Du doch definitiv die andere Option wählen möchtest. 😉
  3. Tu es einfach: Gerade wenn Du vor einer Vielzahl an fast identen Optionen (Stichwort Supermarkt) stehst, hilft es, den Anspruch gehen zu lassen, das „beste“ Produkt zu nehmen. Sag Dir: Testlauf!!! und nimm einfach irgendeines der Produkte. Beim nächsten Mal kannst Du dann ja ein anderes „testen“. 🙂
  4. Die schlimmste Konsequenz? Jede Entscheidung führt uns zu Konsequenzen. Gerade bei Entscheidungen, die lebensverändernde Konsequenzen haben, tun wir uns manchmal schwer – beispielsweise: Dein Job quält und überfordert Dich, Du wirst vielleicht gemobbt und genügend Gehalt gibt’s dafür auch nicht. Arbeitslos zu sein ängstigt Dich jedoch sehr. Sollst Du nun kündigen oder nicht? Beide Optionen führen zu scheinbar negativen Konsequenzen – bleibst Du im Job, so geht die Quälerei weiter, kündigst Du, hast Du wahrscheinlich finanzielle Einschnitte und fühlst Dich existenziell bedroht. Frage Dich bei beiden Wegen: Was wäre das Schlimmste daran? Und das was dann kommt, hinterfragst Du wieder: „Und was wäre das Schlimmste daran?“ Und weiter… Sei gespannt auf die Erkenntnisse, die Du dadurch gewinnst! 😉
  5. Entscheiden 3Hör auf Deinen Bauch! Auch wenn die meisten unter uns verlernt haben, auf ihre Intuition zu vertrauen – wir alle besitzen sie! Sie ist der 6. Sinn, der uns entscheidende Impulse vermittelt und oftmals besser urteilt als unser Verstand. Das Gemeine an der Intuition ist: Sie ist flüchtig wie eine Pusteblume. Sobald Du Dich in einen Gedankenwirbel verstrickt hast, ist das Bauchgefühl verfälscht. Das heißt: Sofort in dem Moment, wo Du zum ersten Mal mit mehreren Optionen konfrontiert bist, gibt es das Signal Deines Bauchgefühls, aber nur für kurze Zeit. Du kannst trainieren, diesen kurzen Moment glasklar zu spüren: Bitte einen Freund um Hilfe – er soll sich verschiedene Entscheidungs-Situationen für Dich überlegen. Achte schon beim Aussprechen der Worte Deines Gegenübers auf die Signale Deiner Intuition. Je öfter Du das machst, umso präziser wirst Du Dein Bauchgefühl wahrnehmen. Gerade bei großen Entscheidungen kann ich Dir nur raten: Vertraue auf Dein Bauchgefühl – es kennt Deinen Weg meist besser als Dein Kopf.
  6. Bitte jemand um Rat: Frage jemand, der Dein Wohl aufrichtigen Herzens im Sinn hat, um seine ehrliche Meinung. Oft haben unsere Liebsten einen freieren Blick auf die Situation als wir selbst und sehen vielleicht Aspekte, die uns entgehen. Wichtig ist nur: Frag nicht zu viele Menschen um Rat, denn das führt nur zu Verwirrung. 1-3 Personen sind ausreichend, um Dir neue Impulse zu geben.
  7. Entscheiden 1Richtig oder Falsch? Es gibt keine falschen Entscheidungen. Und auch keine richtigen. Es gibt nur Veränderung! Versuche, diese möglichst wertfrei zu sehen. Oft geht es uns so, dass wir nach einer Entscheidung denken: „Mist, das war die falsche Entscheidung – ich hätte doch die andere Option wählen sollen!“ Aber mal ehrlich: Woher wollen wir denn wissen, dass wir mit der anderen Wahl auch wirklich zufriedener gewesen wären? Sind wir Hellseher? 🙂 Das Einzige, das eine Entscheidung in eine „richtige“ oder „falsche“ verwandeln kann, ist unser Denken und unser Umgang mit den Konsequenzen. Kommst Du aus dem Zweifeln nicht raus und denkst immer wieder „Das war die falsche Entscheidung“, dann frage Dich: Falsch wofür eigentlich? In Bezug auf was? Und warum? Und hängt das wirklich nur von dieser einen Entscheidung ab, oder gibt es vielleicht noch ein paar andere Faktoren, die hier wichtig sind? Analysiere Dein Denken und bald wirst Du in der Lage sein, zu erkennen, dass „falsch“ immer in Bezug zu Deinen Werten und Deinem Denken steht.

Vergänglichkeit 2Bei den meisten Entscheidungen haben wir außerdem viel weniger Kontrolle als wir glauben. Wir können niemals wissen, welche Konsequenzen auf bestimmte Entscheidungen folgen werden – unsere Vermutungen darüber beruhen einzig auf einer „Hochrechnung“ aus dem aktuellen Moment heraus.

Alles im Leben ist Veränderung. Sich nicht zu entscheiden, lässt die Energie ins Stocken geraten. Löse den Knoten, indem Du die Weichen stellst und die Energie kann wieder fließen. Wir Menschen sind sehr anpassungsfähige Wesen – vertraue darauf, dass Du mit jeder Situation und jeder Konsequenz umgehen kannst!

Nur, wer sich entscheidet, existiert. – Martin Luther

One comment

  1. Besonders toll finde ich deinen Tipp „Die schlimmste Konsequenz“. Eigentlich machen wir uns viel zu oft das Leben schwer wegen echter Kleinigkeiten. Und wenn man mal bewusst darüber nachdenkt, ist dann alles doch halb so wild. Man muss nur manchmal erst einmal darauf gestoßen werden!

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