Wut

4 Wege, Deine Wut sinnvoll zu nutzen

Geht es Dir auch manchmal so, dass Du wütend bist, ohne dass es einen bestimmten Grund dafür gibt? Oder dass Du wegen einer Kleinigkeit, die Dich früher nicht gejuckt hätte, innerlich schon zu kochen beginnst? Oder weißt Du vielleicht ganz genau, weshalb Du wütend bist, lebst die Wut aber dann an jemand aus, der gar nichts damit zu tun hat (Partner, Kinder, etc.)? Dann geht es Dir wie vielen anderen Menschen da draußen – mich eingeschlossen.

Wut und Ärger können uns selbst und unseren Beziehungen zu geliebten Menschen schaden, wenn sie in Form verletzender Worte, selbstzerstörerischer Mechanismen oder aggressiven Verhaltens ausgelebt werden. Die gute Nachricht ist: Wir können die Wut auch in etwas Gutes verwandeln!

4 Wege, wie Du Deine Wut sinnvoll nutzen kannst:

  • Wut 1Shake it, Baby! Wut ist DER Motor für körperliche Bewegung – ob Du nun Gewichte stemmst, laufen gehst oder einfach nur zuhause auf und ab springst, Dich schüttelst und beutelst, oder vielleicht eine halbe Stunde tanzt… Bewegung ist ein idealer Weg, um Deine Wut als Energie-Versorger zu nutzen und sie gleichzeitig zu transformieren in Ruhe und Ausgeglichenheit. Bei ausdauernder körperlicher Bewegung werden nicht nur „Glücks“-Hormone wie Endorphin, Serotonin und Dopamin freigesetzt, sondern auch energetische Blockaden gelockert – die Gedanken kommen wieder in Fluss und Du bekommst den Kopf frei.
  • Schreiben! Jedes intensive Gefühl, sei es nun Wut, Trauer oder Freude, eignet sich sehr gut, um es kreativ zu nutzen. Die Worte purzeln dann nur so aus Dir heraus und Du schreibst in einer Art und Weise, wie Du es vielleicht sonst nicht tun würdest – Formulierung und Wortwahl sind durch die starke Emotion geprägt und bekommen eine ganz spezielle Färbung. Dabei ist es unerheblich, ob Du Tagebuch schreibst, ein Gedicht oder einen literarischen Text – Hauptsache, die Emotion findet ein Ventil!
  • Wut 2Putzen! Klingt vielleicht seltsam, klappt aber. Wenn ich wütend bin, nutze ich diesen Überschuss an Energie, um den Haushalt zu erledigen – besonders eignen sich Staubsaugen, Bodenwischen, Aufräumen und Klo/Bad putzen, da es eher energischere Tätigkeiten sind. Das meditative Bügeln oder das Hantieren mit filigranen Gläsern hebst Du Dir dann besser für später auf, wenn die größte Wut verflogen ist. 😉 Gerade wenn Dir Haushalts-Tätigkeiten verhasst sind: Mit der Wut als Antrieb klappt es nicht nur schneller, sondern auch leichter als sonst. Außerdem hat die zunehmende Ordnung um Dich herum auch einen ordnenden Effekt auf Deine Gedanken und wirkt beruhigend.
  • Atmen! Wenn wir so richtig wütend sind, atmen wir meist kurz und flach, was das Gefühl der Enge um unsere Brust noch verstärkt. Du kannst einen Teil Deiner Wut sofort loslassen und transformieren, wenn Du ein paar Mal tief ein- und ganz bewusst und langsam wieder ausatmest. Noch befreiender ist es, wenn Du ganz tief einatmest, den Atem dann für ein paar Sekunden hältst und dann „schussartig“ die Luft rauslässt. Mach das 3-5 Mal, und es wird Dir sofort leichter und wohler werden. Bewusst zu atmen regt den gesamten Körper an, wirkt entspannend und gesundheitsfördernd. Lass Deine Wut zum „Weckton“ für ein paar Minuten bewusstes Atmen werden!

Wut 3Wut und Aggression sind wichtige Emotionen, welche wir allerdings verlernt haben zu nutzen und zu verstehen. Wir ärgern uns immer dann, wenn einer unserer Werte verletzt oder eine Grenze überschritten wurde – Wut und Ärger sind also Wegweiser der Selbsterkenntnis, da sie uns zeigen, wo unsere Grenzen liegen und welche Werte uns so wichtig sind, dass wir sie mit aller Kraft verteidigen möchten. Du kannst Dich jedes Mal, wenn Du wütend wirst, fragen: Was genau ist gerade geschehen, wann genau bin ich wütend geworden? Ein gutes Beispiel ist der Autofahrer, der Dich riskant schneidet. Die meisten von uns werden in diesem Moment (zumindest kurz) wütend! Warum? Weil der andere Autofahrer nicht gut fahren kann? Wohl kaum, das könnte uns ja eigentlich egal sein, was der kann und was nicht. Nein, wir ärgern uns, weil er einen wichtigen Wert von uns verletzt hat – Sicherheit! Jeder Autofahrer, der bei Verstand ist, möchte heil und gesund am Zielort ankommen. Riskiert jemand unsere körperliche Unversehrtheit (oder noch schlimmer: die unserer Kinder, wenn sie mit im Auto sind) und das noch dazu ohne guten Grund, dann macht uns das zurecht wütend. [Wie wir dann mit unserer Wut umgehen, liegt allerdings wieder bei uns… ;-)] Nutze Deinen Ärger, um Dich selbst besser kennen zu lernen. Je genauer Du Deine Werte und Grenzen kennst, desto besser kannst Du in bestimmten Situationen schon vorbeugend und vorausschauend agieren, um gar nicht erst so wütend zu werden. Und wenn es doch mal wieder passiert (und das wird es), dann nutze diese starke Kraft und mach was Sinnvolles damit. 🙂

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